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Frankreich 2018

Tour de France 2018

Die exklusive Bus- und Zugreise ist als Komplettreise von 19. Mai bis 3. Juni 2018 und auch in Teilstrecken buchbar:

Nordpassage von Stuttgart bis Bordeaux von 19. bis 27. Mai 2018
oder
Südpassage ab Bordeaux bis Stuttgart von 25. Mai bis 03. Juni 2018.

Unberührte Natur in den Pyrenäen und im Massiv Central, fruchtbare Ebenen in Lothringen und der Champagne, liebliche Hügel voller Weinstöcke im Burgund und Elsass, raue Küsten in der Bretagne und sanfte Sandstrände im Languedoc, kühler Norden und glutvoller Süden – Frankreich ist ein Land der Gegensätze und der Vielfalt. Und ebenso ein Land, dessen Kunstschaffende seit dem Mittelalter bis heute Menschen rund um den Erdball faszinieren: Frankreich gilt als Wiege des höfischen Minnegesangs, Ursprung der gotischen Baukunst, Hort romantischer Klöster, trutziger Burgen und prunkvoller Schlösser, Heimat von Künstlern, Malern und Modeschaffenden von Weltruf.

Auf unserer Reise zeigt sich die große Nation in überwältigender Schönheit. MBtouristik bringt Ihnen das Land der berühmten Weine und der Kochkunst, des Esprit und des Savoir Vivre auf kundige Weise näher.

Le Passage du Nord (Die NORDPASSAGE)
Elsass und Lothringen – gemütliches Weinland und einstiges Industrierevier an der belgischen Grenze. Direkt angrenzend die Champagne mit ihrem weltberühmten perlenden Luxusgetränk. Und an vielen Orten ist sichtbar, wie eng die französische Geschichte mit der deutschen verknüpft ist.

Zwischen Nantes und Orleans – nirgendwo sonst drängen sich so viele schöne Schlösser auf engem Terrain: An der Loire, der Pulsader Frankreichs, und ihren Nebenflüssen werden Prunk und Pracht der Feudalzeit noch einmal lebendig.

Die Dordogne – romantische Flusstäler, geheimnisvolle Höhlen, Laubwälder und nicht zuletzt erstaunliche Schätze aus der Frühzeit der Menschheitsgeschichte. Unsere Vorfahren wussten schon, was sie taten: Bestimmt nicht zufällig siedelten sich die Cro-Magnon-Menschen in dem wunderbaren Fleckchen Erde des Périgord an, das noch heute paradiesische Züge trägt.

Le Passage du Sud (Die SÜDPASSAGE)
In Aquitanien warten Superlative – die weltweit besten Weine im Bordelais, die schönsten Strände und die höchste Düne Europas.

Hier, im Südwesten Frankreichs, verwischen die Grenzen: Eine ganz besondere Lebensart verbindet das französische und das spanische Baskenland diesseits und jenseits der Pyrenäen – Lourdes, Pau, Biarritz und vor allem San Sebastián am spanischen Golf von Biskaya, Filmstadt, Feinschmeckerparadies, Festivalmetropole und Mekka für Surfbegeisterte. Im Südosten erkunden wir römische Spuren und mittelalterlichen Festungen. Weiter im Westen, in einer Tiefebene zwischen den Gebirgszügen der Pyrenäen und der Montagne Noir, liegt Carcassonne. Als Walt Disney diese einzigartige mittelalterliche Festungsstadt besuchte, war er derart begeistert, dass er sie als Vorlage für seinen Film „Schneewittchen" nahm.

Mitten in der Region Auvergne-Rhône-Alpes, auf den Basaltkuppen (Puys) erloschener Vulkane, dominieren monumentale Bauwerke über der Stadt Le Puy-en-Velay. Von dort oben hat man einen fabelhaften Blick auf die gesamte Umgebung.

Soyez les bienvenus en France – Herzlich willkommen in Frankreich!

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Nachbericht von Karin Willet-Darcis 20.07.2018

Gruppenbild in Bordeaux
Gruppenbild in Bordeaux Girondins Monument Monument aux Girondins

Tour de France – Le Passage du Sud – 25.5.-3.6.2018 – Bordeaux - Stuttgart

Am Morgen des 25. Mai erwartete uns Jochen Beglau an Gleis 9 des Stuttgarter Hautbahnhofes, um gemeinsam die Fahrt mit dem TGV nach Paris anzutreten. Nach einer kurzweiligen Fahrt erreichten wir den Gare de l’Est, von wo aus wir quer durch Paris mit der Metro zum Gare Montparnasse fuhren. Nach der Gepäckaufgabe gingen wir zum nahe gelegenen Tour Montparnasse mit einer wunderbaren Aussichtsplattform und betrachteten Paris von oben. Anschließend folgte eine Schifffahrt auf der Seine, bevor wir vom Gare Montparnasse aus den Zug in Richtung Bordeaux bestiegen. Die 600 km dahin wurden in rund 2 Stunden zurückgelegt. Um 23.30 Uhr trafen wir dann schließlich die restliche Reisegruppe der Nordpassage im Hotel.

Der nächste Tag stand im Zeichen der Stadtbesichtigung von Bordeaux. Mit der Straßenbahn begaben wir uns in die Innenstadt und wurden zu Fuß durch herrliche Straßenzüge und über schöne Plätze geführt. Wir erfuhren, dass es sehr angesagt ist, in Bordeaux zu wohnen und in Paris zu arbeiten. Mit der schnellen Zugverbindung ja durchaus zu machen, zumal für Wochenendpendler. Leider wurde die Stadtführung durch ein heftiges Gewitter mit Hagel jäh unterbrochen und konnte in der Folge auch nicht mehr fortgeführt werden, da es im Anschluss weiter sehr heftig regnete. So erkundete jeder im Anschluss die Stadt individuell, soweit möglich oder begab sich in eines der zahlreichen Cafés, Museen oder in eines der Geschäfte. Am Abend stand die musikalische Begleitung eines Gottesdienstes in einer der ältesten Kirchen von Bordeaux auf dem Programm. Die Kirche war sehr gut besucht, viele der französischen Besucher bedankten sich für den schönen Gesang.

Gruppenbild in Blaye
Gruppenbild in Blaye Couvent des Minimes de Blaye

Nun war Sonntag, laut Programm eine Fahrt durch das Bordelais geplant. Am Vormittag durften wir die Zitadelle Blaye besichtigen, von welcher der größte Mündungstrichter Westeuropas, das Delta der Gironde zu sehen ist. Die Zitadelle von Blaye ist eines der schönsten Beispiele der Militärarchitektur des 17. Jahrhunderts. Am Nachmittag besichtigten wir den hübschen Weinort Saint-Émilion und fuhren von dort mit einem Minizug durch die Weinberge. In diesem Gebiet ist u.a. auch das bekannte Weingut des Grafen Stephan von Neipperg, der aus meiner Heimat stammt (geboren und aufgewachsen im Stammschloss in Schwaigern, Krs. Heilbronn), zu finden. Wir besichtigten das Weingut Champion und durften verschiedene Weine probieren. Der Ort Saint-Émilion und das umliegende Weinbaugebiet wurden im Jahr 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Am Tag darauf, Montag, 28. Mai, führte uns die Reise weiter nach Nordspanien, in die Stadt San Sebastián. Auf dem Weg dahin besuchten wir die Dune du Pilat. Die Dune du Pilat an der Atlantikküste bei Arcachon ist die größte Wanderdüne Europas. Sie hat einen Nord-Süd-Verlauf und ist bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit und etwa 2,7 Kilometer lang. Anschließend sollten wir eine Bootsfahrt auf dem Etang de Léon unternehmen, wo wir seltene Pflanzen und Tiere zu sehen bekämen. Leider machte uns wiederum das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete und war gewittrig, an eine Bootsfahrt war nicht zu denken. So ging die Fahrt weiter nach Biarritz und auch dort erwartete uns Schauerwetter. Die Lust auf einen Stadtrundgang war sehr gering und so starteten wir nach kurzer Zeit weiter an das Ziel des heutigen Tages, die Stadt San Sebastián. Untergebracht waren wir dort in einem besonderen Hotel, dem Hotel Silken Amara Plaza, welches ein Werk des bekannten Architekten Peña Ganchegui ist.

Gruppenbild in San Sebastian
Gruppenbild in San Sebastian

Der nächste Tag begann mit einer Stadtführung durch das herrliche San Sebastián. San Sebastián war 2016 Kulturhauptstadt Europas. Die Stadt liegt im Baskenland im Golf von Biskaya und hat ein seit Mitte des 19. Jahrhunderts nahezu unverändertes Stadtbild mit Blick auf die Concha-Bucht. Sie ist bekannt für ihre weltberühmten Restaurants mit innovativen Köchen. Am Nachmittag fuhren wir zum Berg La Rhune, dem heiligen Berg des Baskenlandes (Larrun bedeutet auf baskisch Heideland). La Rhune befindet sich auf der Grenze zwischen Spanien und Frankreich, sie kennzeichnet aber auch die Grenze der traditionellen baskischen Provinzen Labourd und Navarra. Auf den Berg gelangt man zu Fuß oder in 35 Minuten auf den Gipfel, wenn man in den berühmten Kleinen Zug von La Rhune steigt. Die kleine Zahnradbahn aus dem Jahre 1924 fährt von Februar bis November. Sie transportiert jährlich ca. 350.000 Besucher. Sie fährt am kleinen Bahnhof des Passes Col de Saint-Ignace ab und bei 8 km/h lässt sie ausreichend Zeit, die Landschaft und die Auffahrt auf 905 Höhenmeter zu genießen.

Am darauffolgenden Mittwoch stand die Stadt Pau auf dem Programm. Pau ist die größte Stadt im Département Pyrénées-Atlantiques und die viertgrößte Stadt der Region. Sie ist für ihre jährlich stattfindenden Motorsport-Veranstaltungen berühmt. Im Anschluss hätte eine Fahrt mit dem Petit train d’Artouste auf dem Programm gestanden, der in den französischen Pyrenäen verkehrt. Er diente in den 1920er Jahren als Werksbahn beim Bau eines Wasserkraftwerks, dann ab 1932 dem Tourismus als Panoramabahn. Der Ausgangspunkt liegt in 2000m Höhe und wird mit einer Seilbahn erreicht. Und wieder machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung! So musste auch diese Bergfahrt ausfallen. Die Reise ging nun weiter zur Wallfahrtsstadt Lourdes. Dort angekommen besuchte ein Teil der Reisegruppe die weltbekannte Grotte, füllte heilendes Wasser ab, kaufte Souvenirs oder besuchte am Abend die sogenannte marianische Lichterprozession.

Gruppenbild vor Carcassonne
Gruppenbild vor Carcassonne

Am Donnerstag, dem 31. Mai, feierte man in Deutschland Fronleichnam, in Frankreich ist dies jedoch kein offizieller Feiertag, jedoch wird er von der Kirche gefeiert. Unser Hotel hatte nur bis 8.30 Uhr Frühstück im Angebot, wir wunderten uns. Die Erklärung: die Gäste gehen danach gleich in den Gottesdienst. So wir auch, jedenfalls ein Großteil unserer Reisegruppe. Die Internationale Messe begann um 9.30 Uhr in der Basilika Pius X, einer unterirdischen Kirche mit sage und schreibe 25.000 Sitzplätzen. Zum Beginn des Gottesdienstes waren alle Plätze belegt und die Besucher wurden in mehreren Sprachen begrüßt. Auf großen Bildschirmen konnte der Gottesdienst mitverfolgt werden, von den Liedern, die ein kleiner Chor vortrug, wurden die Texte eingeblendet, damit mitgesungen werden konnte. Um die Mittagszeit verließen wir Lourdes und fuhren weiter nach Carcassone. Carcassonne ist eine Stadt in der südfranzösischen Region Languedoc. Berühmt ist vor allem die mittelalterliche Festung La Cité mit zahlreichen Wachtürmen und einer vollständig erhaltenen Doppelmauer. Die ersten Mauern wurden in gallorömischer Zeit errichtet, die meisten Erweiterungen folgten im 13. und 14. Jh. Die Stadt wurde und wird vor allem auch wegen der historischen Festung oft als Filmkulisse und auch als Drehort für zahlreiche Filme verwendet. So ließ sich Walt Disney von den Festungstürmen für seine Zeichentrickfilme Schneewittchen und Dornröschen inspirieren.

Weiter ging die Reise am nächsten Tag, dem Freitag, zur Abbaye de Fontfroide bei Narbonne. Die ehemalige Zisterzienserabtei wurde im Jahre 1093 unter der lateinischen Benennung Fons Frigidus (kalte Quelle) als Abtei des Benediktinerordens gegründet. Besonders bemerkenswert ist der wunderbare Rosengarten. Danach fuhren wir weiter ans Mittelmeer, in den Badeort Valras-Plage. Der eine oder andere machte einen Strandspaziergang oder gönnte sich einen schönen Eisbecher oder Ähnliches. Leider war der Aufenthalt fast zu kurz, denn wir waren am Nachmittag schon in Roquefort-sur-Souzon zur Käsereibesichtigung des berühmten Roquefort-Käses angekündigt. Nach Besichtigung und Verkostung setzten wir unsere Fahrt fort und fuhren als besonderes Highlight über den Viadukt von Millau, welcher zur Zeit als höchste Brücke der Welt gilt - sie überspannt das Tal des Tarn. Anschließend ging es über das Massif Central nach Le Puy-en-Velay, wo wir sehr spät ankamen.

Konzert in Rillieux-la-Pape
Konzert in Rillieux-la-Pape

Am vorletzten Reisetag, Samstag, dem 2. Juni, hatten wir Gelegenheit, das wunderbare Städtchen Puy-en-Velay mit seinem reizenden Wochenmarkt voller regionaler Produkte zu besichtigen. Die Stadt ist wegen ihrer besonderen Lage in vulkanischer Landschaft ein bedeutendes Touristenziel. Die grüne Linse von Le Puy (la lentille verte du Puy) ist eine bekannte Spezialität der Stadt und wird für feine Linsengerichte verwendet. Am Mittag ging die Fahrt weiter nach Lyon. Im benachbarten Ort Rillieux-la-Pape fand abends ein gemeinsames Kirchenkonzert mit dem dortigen Chor La Pastourelle statt. Der Chor ist Partnerchor vom Liederkranz Ditzingen. Zum Mitsingen kamen weitere Sängerinnen und Sänger direkt aus Ditzingen angereist, die teilweise persönliche Kontakte zum französischen Chor pflegen. Etwas verwundert waren wir über das Programm des französischen Chores: Stücke aus Opern sowie ein Trinklied. Nun, in französischen Kirchen scheint das kein Problem darzustellen. Wir selbst sangen jedenfalls Geistliches. Der gesellige Ausklang des Tages und zugleich der Reise fand in einem hübschen Restaurant bei einem sehr leckerem Menü und tollem Dessert statt.

Nun hieß es ein letztes Mal Kofferpacken, die Heimreise stand bevor. Als Überraschung noch eine Mittagspause in Besançon. Wohlbehalten erreichten wir in den Abendstunden Ditzingen und Untertürkheim.

Eine erlebnisreiche Zeit ging zu Ende … Wie immer bei Reisen mit MBtouristik war alles wunderbar organisiert, das Team Kai, Thommy und Busfahrer Klaus sind schon ein echtes Dreamteam für Reisende!

Bericht von Karin Willet-Darcis

Der gesellige Ausklang
Der gesellige Ausklang des Tages und zugleich der Reise fand in einem hübschen Restaurant bei einem sehr leckerem Menü und tollem Dessert statt.

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